Wie alles begann

oder „Die Weihnachtsfeier des FC Germania Rothenbergen“, 1985

Wenn man sich zurückbesinnt auf die Anfänge, die Gründungsgeschichte eines Vereines, so ergeben sich oft ganz interessante, teilweise absurde Geschichten. So ähnlich ist es auch mit der Entstehungsgeschichte des Theater-Ensemble Rothenbergen.

Seit 1981 übte Elke Dreßbach mit den Kindern des Fußballvereins kleine Theaterstücke ein, die dann bei der Weihnachtsfeier aufgeführt wurden. Es gab nie Rollenbücher, die Kinder haben Märchenstücke nachgespielt, die ihnen bekannt waren oder die ihnen erzählt wurden. Leider ist es dann oft genug während der Aufführung passiert, dass die Seniorenmannschaft kaum zuhörte, sich laut unterhielt und an der Theke ihren eigenen Interessen nachging.

Im Sommer 1985 teile Frau Dreßbach dem Vorstand des FC Germania mit, dass sie gerne bereit wäre, wieder für die Weihnachtsfeier des Vereines einen Programmpunkt einzustudieren, aber nur unter der Bedingung, dass aus jeder Abteilung jemand mitmacht. Und tatsächlich erklärten sich alle bereit. Von der F-Jugend bis zu den Alten Herren und auch Damen aus der damals bestehenden Damen-Mannschaft wollten mit machen. Es war ein tolles Team beisammen.

Da in diesem Jahr das Brüder Grimm Jahr war, wurde auch schnell ein passendes Theaterstück erfunden. Es mussten viele Rollen zur Verfügung stehen und so wurde die Idee von Elke Dreßbach umgesetzt, ein Potpourri aus Märchen der Brüder Grimm zu spielen. Mit großer Begeisterung spielten sie mit, und die Aufführung wurde ein Erfolg.

An der Theke feierte man anschließend gebührend, und schließlich bemerkte Thomas Ost: „Eigentlich schade, dass wir aufhören. Ich weiß gar nicht, was ich jetzt Montag Abend machen, soll wenn wir nicht mehr üben.“ Dieser Meinung waren viele, die dabei standen, und schnell wurde auf einem Zettel notiert, wer alles bei einer richtigen Theateraufführung mit machen würde. Die Idee einen Theaterverein zu gründen war geboren. Im Januar des Jahres 1986 trafen sich die Interessierten bei Elke Dreßbach und bekräftigten noch einmal ihre Absicht mit zu machen.

Und damit konnte es losgehen!

(Aus dem Extraheft zum 20jährigen Bestehen)