März 2008 | Tratsch im Treppenhaus

2009 Januar 28
by terrbn

Aufführungstermine „Tratsch im Treppenhaus

Samstag, 08. März 2008 – 20.00 Uhr

Gemeinschaftshaus in Rothenbergen

Sonntag, 09. März 2008 – 19.00 Uhr

Gemeinschaftshaus in Rothenbergen

Samstag, 15. März 2008 – 20.00 Uhr

Saal des Gemeindezentrums in Lieblos

Sonntag, 16. März 2008 – 19.00 Uhr

Saal des Gemeindezentrums in Lieblos

(Einlass jeweils eine Stunde vor Beginn)

Inhalt:

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt, heißt es bei Schiller. – Und besonders die Bewohner des Mietshauses, die das zweifelhafte Vergnügen haben, in direkter Nähe zu Frau Meta Boldt zu wohnen, können den Wahrheitsgehalt dieses Satzes bestätigen. Denn Meta Boldt „wacht“ gewissermaßen über das Treppenhaus; sie meint es besonders gut mit ihren Mitbewohnern und lässt sich deshalb nichts entgehen. So bleibt ihr auch nicht lange verborgen, dass Frau Knoop, die Nachbarin in der zweiten Etage, ein Zimmer untervermietet hat, was laut Mietvertrag strengstens verboten ist. Da muss man doch schleunigst den Hauswirt benachrichtigen und den anderen Nachbarn, den Steuerinspektor a. D. Brummer, den die laute Musik, die aus dem Zimmer der Untermieterin tönt, doch wirklich in der wohlverdienten Ruhestand stören muss. Meta Boldt erreicht zwar zunächst, dass Hauswirt und Nachbar sich empören und Frau Knoop in ihre Schranken weisen wollen, doch die junge Untermieterin verdreht den älteren Herren gewaltig den Kopf und nimmt Ihnen so allen Wind aus den Segeln. Ihr allerdings verdreht der junge Mann den Kopf, der- auch gegen das strenge Verbot im leeren Zimmer bei dem Herrn Steuerinspektor a.D. Brummer eingezogen ist. So werden alle Karten neu gemischt: Die Untermieterin bekommt den Untermieter, Frau Knoop bekommt den Herrn Brummer und Frau Boldt, die das alles empörend findet, bekommt gehörig ihr Fett weg.

Presse 1:

Über unsere Premieren-Aufführung am 08. März 2008 berichtete die:

Tratsch aus dem Treppenhaus

Gründau-Rothenbergen (woe). Mit ihrer Komödie „Tratsch im Treppenhaus“ verursachte das Theater-Ensemble Rothenbergen Heiterkeitsstürme und anhaltenden Jubel im Dorfgemeinschaftshaus. Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum die Truppe um Regisseurin Elke Dreßbach.

Mit sprühender Ausstrahlung, energiegeladenem Einsatz und mitreißender Spielfreude fügte das Ensemble seiner Erfolgsgeschichte eine weitere Perle an. Das ausdrucksvolle Spiel der Akteure ließ kein Auge trocken und schenkte den Besuchern im vollbesetzten Saal einen äußerst vergnüglichen Abend.

Anke Joh überzeugte in einer Paraderolle als tratschsüchtige und intrigante, aber dennoch liebenswerte Meta Boldt. Reiner Joh verkörperte den etwas kauzigen Ewald Brummer, der im Verlauf der Handlung seinen besonderen Charme offenbarte. Elvira Forschner stellte die zurückgezogene und herzensgute Hanne Knoop dar, die Meta Boldt in ihre Schranken verwies. Axel Gerhardt verwandelte sich in den stets ein wenig genervten Hauswirt Bernhard Tramsen, dem seine MIeter ganz schön zusetzten. Carina Hoffmann spielte mit viel Schwung und Esprit die kluge Untermieterin Heike Seefeldt, die mit diplomatischem Geschick und einer Prise Raffinesse das Klima im Haus verbesserte. Philipp Schäfer stand ihr als verliebter Dieter Brummer zur Seite. Karl-Heinrich Petzold entwickelte sich als Herr Seefeld vom uneinsichtigen Unternehmenschef zum verständnisvollen Vater.

Die Handlung spielte im Jahr 1960: Der umtriebigen Meta Boldt bleibt nichts, was im Hause Tramsen geschieht, verborgen. In iherer Kittelschürze ist sie allgegenwärtig, horcht an Türen und spioniert durch Schlüssellöcher. Mit großer Freude spielt sie die Mieter in der oberen Etage gegeneinander aus und intrigiert mit wahrer Wonne. Dabei wäscht sie ihre Hände stets in Unschuld: „Ich hab doch nix gesacht“, lautet einer ihrer mit Unschuldsmine vorgebrachten Lieblingssätze. Der Umstand, dass Meta doch nicht immer alles lückenlos hört, führt zu Missverständnissen, die sie mit großem Vergnügen zu Gerüchten ausbaut.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Das GT berichtet ebenfalls von einer gelungenen Aufführung.

Irrungen, Wirrungen und ganz viel Tratsch | 11.03.2008

Allerlei „Tratsch im Treppenhaus“ erleben die Besucher der Vorführung des Rothenberger Theaterensembles.Bild: Ritter

GRÜNDAU (ri). Riesenapplaus gab es am Samstag- und Sonntagabend für das Theaterensemble Rothenbergen, das mit dem Klassiker „Tratsch im Treppenhaus“ von Jens Exler im Dorfgemeinschaftshaus Rothenbergen Premiere feierte. Mit einer tollen schauspielerischen Leistung überzeugte die Theater-Truppe, die auch dieses Mal unter Leitung von Elke Dreßbach stand. Einige Zuschauer kannten bereits die „Ohnsorgtheater“-Version des Stückes und nicht nur sie kamen zum Schluss, dass die Rothenberger Akteure eine „Super-Vorstellung“ abgeliefert haben. Das Treppenhaus, in dem ordentlich getratscht wurde, lag dieses Mal im Hessischen und der Dialekt war der Region angepasst. Zum Inhalt: Meta Boldt ist sehr besorgt darum, dass in „ihrem“ Mietshaus“ alles mit rechten Dingen zugeht. Deshalb achtet sie sehr darauf, dass immer ordentlich geputzt wird, das Kellerlicht nicht unnötig brennt, nicht an Untermieter weitervermietet wird und auf manches andere. Gerne bietet sie ihre „Nachbarschaftshilfe“ an und schafft es dabei natürlich auch, im lockeren Gespräch alles über jeden zu erfahren und das Gehörte dann brühheiß weiter zu erzählen. Nicht immer gelingt es ihr, ganz bei der Wahrheit zu bleiben, und das Geschwätz im Treppenhaus hat, nicht zuletzt für sie selbst, unangenehme Folgen. Doch auch die ganze Tratscherei kann nicht verhindern, dass sich schließlich doch für alle Beteiligten alles zum Guten wendet. Als Meta Boldt ist Anke Joh voll in ihrem Element und versteht es, mit spitzer Zunge und herrlich überzeichnet die Tratschbase zu geben. Sehr überzeugend auch Reiner Joh, der als Steuerinspektor Ewald Brummer besonders nach der Heimkehr vom Stiftungsfest des Kaninchenzuchtvereins alle komödiantischen Register zieht. Als resolute Witwe Knoop, die das Herz auf dem rechten Fleck hat, überzeugt Elvira Forschner. Den Hauswirt und Schlachtermeister Bernhard Tramsen, der doch eigentlich gar kein so schlechter Kerl ist, spielt Axel Gerhardt. Carina Hoffmann bezaubert als Heike Seefeldt mit viel Charme und kann alle um den Finger wickeln. Als Dieter Brummer, der Neffe von Ewald, dem Steuerinspektor, brilliert Philipp Schäfer, als Herr Seefeldt, Heikes Vater, Karl-Heinrich Petzold. Für das Bühnenbild waren Stefan Bestajovsky, Jochen Sykala und Klaus Dressbach zuständig. Am kommenden Samstag und Sonntag spielt das Theater-Ensemble Rothenbergen das Stück übrigens im Bürgerzentrum Lieblos.

Bisher keine Kommentare

Eine Antwort schreiben

Note: You can use basic XHTML in your comments. Your email address will never be published.

Diesen Kommentar-Feed via RSS abonnieren.